Trends in der Raumzuordnung
Das Bad erhält - ähnlich wie die Küche - einen neuen Stellenwert: es wird nicht nur größer, sondern erhält auch eine bessere Plazierung.
Bäder an der Außenwand
Während die alten Bäder ohne natürliches Licht in der Mitte eines Baukörpers angesiedelt waren, bekommen die neuen Bäder eine Stellung an der Außenwand.
Dadurch erhält man natürliches Licht mit Strahlen und Schatten, kann die Aussicht aus einem Fenster des Badezimmers genießen und es wird eine natürliche Lüftung möglich.
Die Fensteröffnung gewinnt dadurch eine Architekturkomponente und ist nicht einfach ein notwendiges Detail. Die Raumbeleuchtung bedarf nun der Abstimmung mit dem natürlichen Licht, damit es nicht zu einer diffusen Helligkeit kommt.
Bad in gegliedertem Großraum
Dadurch, daß das Bad an die Hausaußenwand rückt bedarf es einer überlegten Koppelung an die anderen Räume.
Am häufigsten findet sich eine Verbindung mit
dem Schlafzimmer (meistens das der Dame des Hauses).
Diese Verbindung wird außerordentlich
gut geplant, indem man z.B. Schiebetüren,
Lamellenwände, Vorhänge, Halbwände oder
Stehlen vorzieht.
Während Schiebetüren (Lamellenwände)
die Räume bei Bedarf vollständig trennen,
erhält man bei den anderen Lösungen
einen gegliederten Großraum.
Bei Bedarf Raumtrennung
In allen Fällen geht es aber darum,
die visuelle Trennung des
Funktionsraumes Bad von den physiologisch
definierten Räumen ganz aufzuheben
oder nur bei Bedarf herzustellen (Schiebetüren).
Das Badezimmer emanzipiert sich also
endlich als ernstzunehmender “Wohn"-raum
des Hauses. Das hat natürlich gestalterische
Konsequenzen, über die wir im
Folgenden berichten.
