Trends in der Raumarchitektur
Die Architektur eines Raumes bezieht sich auf drei Variablen: Größe, Form (Zuschnitt) und Dynamisierung. Die bisherigen statistischen Raumgrößen sahen so aus:
- 50% der Bäder kleiner 4,5 m² (kleine Bäder)
- 30% der Bäder zwischen 4,5 und 6,5 m² (mittlere Bäder)
- 28% der Bäder größer 6,5 m² (große Bäder)
- 2% sind größer als 10 m² (Luxusbäder)
Badräume auf dem Vormarsch
Die Auswertung zeigt, daß insbesondere der Anteil großer Bäder zunimmt.
Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da sich hier gestalterisch die größten Möglichkeiten auftun.
Auch bei kleinen Bädern ergibt sich viel Gestaltungsvarianz,
weil man hier auf intelligente Lösungen zurückgreifen kann. Diese Bewertung ist jedoch nicht repräsentativ, weil das Medium Bad von überzeugendem Interieur-Design lebt.
h3. Geometrisch gerichtete Raumlösungen
Beim Zuschnitt ist zu beobachten, daß die ungerichteten d.h. kubisch und trianguläre Form der Grundrisse fast nicht mehr vorkommt.
Die gerichteten Lösungen in Gestalt von quadratischen, rechteckigen oder kreisrunden Raumlösungen sind auf dem Vormarsch. Das ist auch nicht verwunderlich, da die sparsamen, minimalistischen Raumgestaltungen (vergl.. Raumgestaltung) keine ungerichteten Grundrisse verträgt.
Raumdynamisierung
Unter Raumdynamisierung versteht man ein Raumerlebnis, welches zwischen ruhigen, geborgenen und aktiven, zur Bewegung einladenenden Räumen unterscheidet.
Mit dem Aufkommen der sog. Ritenbäder (Fitness, Wellness, SPA usw.) bedürfte der Badgrundriß der Trennung z.B. zwischen Reinigung und Entspannung oder Aktivität und Ruhe. Hier gibt es neben der Stufung und der Einbringung von Podesten auch die Möglichkeit, mit Stellwänden zu arbeiten. Abtrennungen aus Metall oder Glas sind der Trend schlechthin – die raumhohen Mauer- oder Ständerwänd werden kaum noch installiert. Mit den Überlegungen zur Raumdynamik können wir auch schon zum nächsten Punkt überleiten – quasi das Ergebnis der Raumdynamisierung, der Raumgliederung.
